Wenn es ihm schlecht geht, fällt ihm Gott ein. Oder wenn er Angst hat. Oder Schmerzen. Oder wenn er etwas haben will, was nicht leicht zu bekommen ist. Dann versucht er, den Allmächtigen zu überreden, sich doch bitte seiner Sache anzunehmen und sie recht bald in seinem Sinne zu erledigen. Nicht wegen irgendwelcher Verdienste, die habe er nicht, das wisse er. Aber was seien schon Verdienste angesichts der überströmenden Gnade des barmherzigen Gottes. Und andere seien auch nicht viel besser. Nicht viele. Eben. So legt er es sich zurecht. Dann verspricht er Besserung. Dass er sich an Gott wende, sei doch schon ein Zeichen dafür. Die Erfüllung sein Wünsche werde ihn zu einem besseren Menschen machen. Also dann. Er möchte sich darauf verlassen können. Zuletzt deutet er ein bisschen an, wie enttäuscht er andernfalls wäre. Wie das seine Glauben schwächte. Es könnte ihn zum Zweifler, zum Ungläubigen machen. Darum also. Amen.
Mittwoch, 21. August 2024
Dienstag, 24. Mai 2022
Ein Spiel
Wenn es ihm schlecht geht, fällt ihm Gott ein. Oder wenn er Angst hat. Oder Schmerzen. Oder wenn er etwas haben will, was nicht leicht zu bekommen ist. Dann versucht er, den Allmächtigen zu überreden, sich doch bitte seiner Sache anzunehmen und sie recht bald in seinem Sinne zu erledigen. Nicht wegen irgendwelcher Verdienste, die habe er nicht, das wisse er. Aber was seien schon Verdienste angesichts der überströmenden Gnade des barmherzigen Gottes. Und andere seien auch nicht viel besser. Nicht viele. Eben. So legt er es sich zurecht. Dann verspricht er Besserung. Dass er sich an Gott wende, sei doch schon ein Zeichen dafür. Die Erfüllung sein Wünsche werde ihn zu einem besseren Menschen machen. Also dann. Er möchte sich darauf verlassen können. Zuletzt deutet er ein bisschen an, wie enttäuscht er andernfalls wäre. Wie das seine Glauben schwächte. Es könnte ihn zum Zweifler, zum Ungläubigen machen. Darum also. Amen.
Mittwoch, 27. April 2022
Ein Unternehmer
Sonntag, 2. Januar 2022
Die Frist
Freitag, 10. Dezember 2021
Unter die Menschenfresser gefallen
Einige sagen nun: Ich bin zwar bisher nicht für die Menschenfresserei gewesen, aber bitte, wenn es sein muss, und das muss es wohl, dann mache ich selbstverständlich dabei mit. Es scheint ja vernünftige Gründe für sie zu geben, das Gesetz schreibt sie vor und alle anderen tun es auch. Es wäre somit Unsinn, dagegen zu sein.
Andere sagen: Ich gerne bereit, ich wollte nämlich immer schon wissen, wie Menschenfleisch eigentlich schmeckt. Wenn es jetzt also erlaubt ist und sogar erwünscht, dann immer nur her damit!
Viele sagen: Mir ist das egal, ich bin bisher weder dafür gewesen noch dagegen, jetzt ist es ja aber wohl verpflichtend, also wird es damit schon seine Richtigkeit haben. Nützt es nichts, so schadet es doch auch nichts. Ich weiß es jedenfalls nicht besser als die Befürworter, und die Gegner sind mir verdächtig. Außerdem ist es nun einmal beschlossene Sache. Es hat also gar keinen Sinn, sich dagegen aufzulehnen.
Einige sagen: Ich vermute, dass mir Menschenfleisch nicht schmeckt. Vielleicht probiere ich später ein kleines Stück, aber vorläufig möchte ich das nicht. Das soll freilich andere in keiner Weise davon abhalten, Menschenfleisch zu verzehren, wenn sie das unbedingt möchten.
Einige wenige, aber doch gar nicht so wenige sagen: Das kommt überhaupt nicht in Frage. Es ist völlig falsch. Erstens nützt es nichts und zweitens schadet es. Ich lasse so etwas mit mir nicht machen, ich will weder gefressen werden noch meine Mitmenschen fressen. Das ist unmoralisch und stürzt uns alle ins Unglück. Wir müssen uns dagegen wehren!
So unterschiedlich also gehen die Menschen derzeit mit dem Regierungsbeschluss um. Am Ende aber werden alle satt sein oder verspeist.
Freitag, 20. November 2020
Die Anpassung
Keine Fabel
„Mach dich nicht lächerlich“, fauchte die Katze. „Nur Menschen reden von Tierrechten. Unsereins redet nicht einmal von Natur.“
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Die erste wird die letzte sein. Die zweite war schon mal da. Die dritte kehrt immer wieder. Die vierte bleibt, wo sie ist. Die fünfte war no...
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Dort stellen sie Gott her, in allen Formen, Farben und Größen. Wie es heißt, wird Gott immer noch stark nachgefragt. Man liefert ihn in all...
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Blumfeld, ein älterer Junggeselle, hatte in seinem sehr erfolgreichen Roman „Heimkehr nach Yucatán“ überaus ausführlich das rituelle Ballsp...