Er war für gewöhnlich der letzte, der erfuhr, was er zu sagen hatte. Manchmal war es auch zu spät.
Er hätte gern die Augen vor der Realität verschlossen, aber er konnte seine Schlüssel nicht finden.
Er war nicht gern unter anderen Menschen, aber noch weniger unter denselben.
Er blieb am liebsten mit sich allein, obwohl er nur eine sehr geringe Meinung von sich hatte.
Er fühlte sich immer von allen beim Nachdenken gestört, wollte aber dringend immer andere wissen lassen, was er gerade dachte.
Er legte viel Wert darauf, was Leute von ihm hielten, die ihm im Übrigen völlig egal waren.
Er teilte seine eigene Meinung fast nie, jedenfalls nicht auf Dauer, sondern nur vorübergehend.
Er stellte den Lehrsatz auf, dass man auf keinen Fall Lehrsätze aufstellen dürfe.
Er äußerte mit einer Entschiedenheit, die keinen Widerspruch duldete, wovon er gerade überzeugt war, aber das konnte im nächsten Augenblick oder morgen oder in einer Woche schon etwas ganz anderes sein.
Er verachtete die, die seine Meinung noch teilten, wenn er dieser Meinung bereits nicht mehr war.
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