Mittwoch, 4. Februar 2026

Miniaturen (8)

Er wollte dieses Frau, die nicht kannte oder eben erst kennengelernt hatte, unbedingt ficken. Dieses Mädel, wie er es nannte, denn für ihn waren alle jungen Frauen Mädels. Er brauchte das, nicht des Genusses halber, sondern der Befriedigung halber, sie gehabt zu haben. Er war versessen darauf, sein Ziel zu erreichen. Er würde draufgängerisch sein, wenn er meinte, dass sie erobert werden wollte, zärtlich, schmeichlerisch, einfühlsam, wenn er meinte, dass sie verführt werden wollte. Niemals, außer vielleicht in ungewohnter Wut, würde er vergewaltigen. Er wollte, dass das jeweilige Mädel gerade von ihm genommen werden wollte. Sie brauchte ihn nicht zu begehren, nicht zu mögen, nicht zu verstehen, sie sollte ihn nur drüberlassen. Das genügte ihm. Je mehr Mädels er gefickt hatte, desto männlicher fühlte er sich. An den Mädels selbst lag ihm nichts oder nicht viel. Im Grunde verachtete er sie, weil sie für ihn die Beine breitgemacht hatten. Er begehrte sie, aber nur, weil sie gefickt werden konnten, weil sie das waren, was man eben so fickte. Sie zu begehren, erregt zu sein, war die Voraussetzung des Fickenkönnens. Ohne Geilheit kein Ständer. Männer zu ficken, hätte ihm hingegen nichts gebracht. Männerkörper interessierten ihn nicht, sie zu ficken, hätte nicht gezählt. Männer waren bloß der Bezugsrahmen seiner Erfolge. Es erregte ihn, wenn der erste war, der ein Mädel fickte, wenn er also allen anderen zuvorgekommen war. Und es erregte ihn, wenn er wusste, dass schon einige oder sogar viele über das Mädel drübergestiegen waren, dass er sozusagen in ein Fotze voller fremden Spermas hineinfickte. Immerhin war jetzt er es, der hier gleich abspritzen würde, und kein anderer.