Ein neuer Gott ist in der Stadt, aber de Leute kümmert es nicht. Sie haben zu viel zu tun, mit sich selbst und ihren Geschäften, da kann man auf irgendwelche Gerüchte von irgendwelchen neuen Göttern nichts geben. Was soll das auch bringen? Götter gibt es schon genug. Und was nützen einem die? Gewiss, man muss sie hin und wieder verehren, aber so richtig kann man nicht an sie glauben und verspricht sich auch nur wenig von ihnen.
Ein neuer Gott ist in der Stadt, und die Leute strömen im Massen herbei, um ihn zu bestaunen. Noch wissen sie nichts über ihn und fühlen sich zu nichts verpflichtet, das ist aufregend. Dass ausgerechnet dieser hier das Heil bringen könnte, glauben sie zwar noch nicht, aber wer weiß, vielleicht macht er seine Sache unerwartet gut und rettet ihre Leben.
Ein neuer Gott ist in der Stadt, aber keiner weiß davon.
Ein neuer Gott ist in der Stadt, aber die alten Götter weigern sich zusammenzurücken, um ihm Platz zu machen. Sie seien ohnehin schon zu viele, da passe keiner mehr dazu. Was sie nicht wissen: Sie werden verschwinden und der neue Gott wird als einziger übrigbleiben.
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