Der Leser ist nicht wie der Schriftsteller, der Schriftsteller ist ihm fremd, er kennt ihn nicht nur nicht, er wird ihn auch niemals kennenlernen, jedenfalls nicht aus seinen Texten. Jede Vorstellung, die der Leser sich vom Schriftsteller macht, ist falsch, und selbst wenn sie richtig wäre, würde er es nie wissen, darum ist eher anzunehmen, dass sie falsch ist. Der Leser ist anders als der Schriftsteller, dieser ist nicht von seiner Art, er ist eigenartig, andersartig, er hat womöglich Charakterzüge, Lebensgewohnheiten, Existenzgrundlagen, die nicht die des Lesers sind, seine Erfahrungen, seine Wünsche und Ängste sind dem Leser unbekannt, aber kennte er sie, wären sie ihm fremd und unverständlich, sie stießen ihn ab, sofern sie ihn nicht völlig gleichgültig ließen.
Darum sind dem Leser auch die Texte des Schriftstellers fremd und unverständlich. Sie sind ihm ein Rätsel. Er versteht nicht, warum und wozu sie geschrieben wurden, weshalb sie so geschrieben wurden, wie sie geschrieben wurden. Der Leser begreift nicht, worum es in den Texten des Schriftstellers geht, ja nicht einmal, ob es darin überhaupt um irgendetwas geht. Er kann die Handlung nicht nachvollziehen, sei es, dass sie zu verwickelt und unübersichtlich ist oder dass sie unzureichend oder unvollständig dargestellt wird, oder sei es, dass es gar keine richtige Handlung gibt. Anscheinend wird in den Texten des Schriftstellers irgendwas erzählt, aber was? Das ist nicht herauszubekommen. Von irgendwelchen Leuten ist die Rede, aber wer sind sie?
Der Leser findet die Figuren in den Texten des Schriftstellers völlig unanschaulich. Sie tragen bizarre Namen oder völlig banale oder gar keine, aber sie keine Gesichter, keine Umrisse, kein erkennbares, gleichbleibendes, gut einschätzbares Innenleben, keine andere Geschichte. als die, die da steht. Der Leser kann sich mit den Figuren in den Texten des Schriftstellers nicht identifizieren. Das will er aber, das ist er gewohnt, darauf hat er doch ein Anrecht. Der Schriftsteller soll schreiben, was der Leser kennt oder zu kennen meint oder kennenlernen will. Der Schriftsteller schreibt aber anderes. Der Leser will nicht, was der Schriftsteller schreibt. Er will es nicht deshalb nicht, weil es rätselhaft ist, denn Rätsel kann man lösen, sondern er will es nicht, weil es nichts mit ihm zu tun hat, weil es irgendwie gegen ihn gerichtet ist, sich ihm nicht andient, ihn zu irgendetwas herauszufordern scheint, statt ihm zu erlauben, sich zu versenken, sich zu zerstreuen, sich unverbindlich zu identifizieren und vom eigenen Leben vorübergehend abzulenken. Der Leser verachtet die Ansprüche des Schriftstellers, die weltfremd sind und überzogen und hochnäsig, die nichts mit dem Leser zu zu haben. Der Leser will lesen, was er will, nicht, was der Schriftsteller schreibt, weil er will, dass der Leser es liest.Der Leser hält nichts vom Schriftsteller, und seinen unmöglichen Texten, und hat völlig Recht.
Darum sind dem Leser auch die Texte des Schriftstellers fremd und unverständlich. Sie sind ihm ein Rätsel. Er versteht nicht, warum und wozu sie geschrieben wurden, weshalb sie so geschrieben wurden, wie sie geschrieben wurden. Der Leser begreift nicht, worum es in den Texten des Schriftstellers geht, ja nicht einmal, ob es darin überhaupt um irgendetwas geht. Er kann die Handlung nicht nachvollziehen, sei es, dass sie zu verwickelt und unübersichtlich ist oder dass sie unzureichend oder unvollständig dargestellt wird, oder sei es, dass es gar keine richtige Handlung gibt. Anscheinend wird in den Texten des Schriftstellers irgendwas erzählt, aber was? Das ist nicht herauszubekommen. Von irgendwelchen Leuten ist die Rede, aber wer sind sie?
Der Leser findet die Figuren in den Texten des Schriftstellers völlig unanschaulich. Sie tragen bizarre Namen oder völlig banale oder gar keine, aber sie keine Gesichter, keine Umrisse, kein erkennbares, gleichbleibendes, gut einschätzbares Innenleben, keine andere Geschichte. als die, die da steht. Der Leser kann sich mit den Figuren in den Texten des Schriftstellers nicht identifizieren. Das will er aber, das ist er gewohnt, darauf hat er doch ein Anrecht. Der Schriftsteller soll schreiben, was der Leser kennt oder zu kennen meint oder kennenlernen will. Der Schriftsteller schreibt aber anderes. Der Leser will nicht, was der Schriftsteller schreibt. Er will es nicht deshalb nicht, weil es rätselhaft ist, denn Rätsel kann man lösen, sondern er will es nicht, weil es nichts mit ihm zu tun hat, weil es irgendwie gegen ihn gerichtet ist, sich ihm nicht andient, ihn zu irgendetwas herauszufordern scheint, statt ihm zu erlauben, sich zu versenken, sich zu zerstreuen, sich unverbindlich zu identifizieren und vom eigenen Leben vorübergehend abzulenken. Der Leser verachtet die Ansprüche des Schriftstellers, die weltfremd sind und überzogen und hochnäsig, die nichts mit dem Leser zu zu haben. Der Leser will lesen, was er will, nicht, was der Schriftsteller schreibt, weil er will, dass der Leser es liest.Der Leser hält nichts vom Schriftsteller, und seinen unmöglichen Texten, und hat völlig Recht.
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