Das 25. Jahrhundert währte nur kurz. Es fiel auf einen Mittwoch im Jahre 1713. Genauer gesagt, auf den 12. Juli. Zwischen sieben Uhr und siebenundzwanzig Minuten morgens bis exakt drei Minuten nach Beginn der Abenddämmerung. Das jedenfalls hatten Grevenbrocks umfangreiche und sehr sorgfältige Berechnungen ergeben. Schon seit Jahren befasste der Privatgelehrte sich mit der Frage, wie lang oder wie kurz bestimmte Jahrhundert wirklich waren. Das musste doch herauszubekommen sein. Auf die Idee hatte ihn gebracht, dass es immer hieß, das 19. Jahrhundert habe erst mit dem Weltkrieg geendet (und vielleicht erst mit dem Wiener Kongress begonnen). Grevenbrock fand das faszinierend. Warum war das so, wenn es denn so war? Und wie stellte man das fest? Inwiefern konnte ein Jahrhundert mehr oder weniger als hundert Jahre dauern? Und mussten die Jahre eines Jahrhunderts am Stück aufeinander folgen oder konnte es auch Lücke geben? Oder konnte umgekehrt ein Jahrhundert hin und wieder mal mehr, mal weniger zwischen den Jahren eines anderen Jahrhunderts vorkommen? Fanden vielleicht sogar zwei oder mehr Jahrhunderte mehr oder minder gleichzeitig stattfinden?
Grevenbrock fing an zu rechnen. Er rechnete hin und her. Er rechnete jahrelang. Er hatte keine Ahnung, was er da eigentlich tat, aber nach und nach fingen seine Ergebnisse an, ihn zu überzeugen. Die mathematischen Beweise waren vermutlich unwiderlegbar. Jedenfalls für ihn.
Zunächst fand Grevenbrock heraus, dass das 19. Jahrhundert bereits 1778 begonnen hatte, aber damals nur wenige Stunden dauerte, sich dann wieder 1813 fortsetzte, aber immer nur dienstags, ab 1816 dann auch an Wochenenden, und dass es schließlich ganz genau am 1. Mai 1921 endete, um 12 Uhr 32. Einmal hatte Grevenbrock geglaubt, das 19. Jahrhundert auch noch später gelegentlich nachweisen zu können, doch dann bemerkte er, dass nur ein wenig Heidelbeermarmelade auf seine Aufzeichnungen getropft war; seither aß er nur noch Erdbeermamrmelade zum Frühstück.
Grevenbrocks größte Entdeckung aber war, dass manche Jahrhunderte rückwärts stattfanden, also mir ihrem letzten Jahr begannen und mit dem ersten endeten. Das hatte er aber nicht eigentlich errechnet, sondern am eigenen Leibe erfahren, als er sich nämlich einmal an einem Küchenkasten den Kopf stieß, worauf hin ihm erst schwarz vor Augen wurde und ihm dann den ganzen Tag schwindlig war. Da war dann das mit den rücklaufenden Jahrhunderte unabweisbar.
Grevenbrock fing an zu rechnen. Er rechnete hin und her. Er rechnete jahrelang. Er hatte keine Ahnung, was er da eigentlich tat, aber nach und nach fingen seine Ergebnisse an, ihn zu überzeugen. Die mathematischen Beweise waren vermutlich unwiderlegbar. Jedenfalls für ihn.
Zunächst fand Grevenbrock heraus, dass das 19. Jahrhundert bereits 1778 begonnen hatte, aber damals nur wenige Stunden dauerte, sich dann wieder 1813 fortsetzte, aber immer nur dienstags, ab 1816 dann auch an Wochenenden, und dass es schließlich ganz genau am 1. Mai 1921 endete, um 12 Uhr 32. Einmal hatte Grevenbrock geglaubt, das 19. Jahrhundert auch noch später gelegentlich nachweisen zu können, doch dann bemerkte er, dass nur ein wenig Heidelbeermarmelade auf seine Aufzeichnungen getropft war; seither aß er nur noch Erdbeermamrmelade zum Frühstück.
Grevenbrocks größte Entdeckung aber war, dass manche Jahrhunderte rückwärts stattfanden, also mir ihrem letzten Jahr begannen und mit dem ersten endeten. Das hatte er aber nicht eigentlich errechnet, sondern am eigenen Leibe erfahren, als er sich nämlich einmal an einem Küchenkasten den Kopf stieß, worauf hin ihm erst schwarz vor Augen wurde und ihm dann den ganzen Tag schwindlig war. Da war dann das mit den rücklaufenden Jahrhunderte unabweisbar.
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